Weihnachtsbrief des Vorsitzenden

Liebe Cousinen, liebe Vettern,
Bereits im ersten Jahr meiner Vorsitzendentätigkeit habe ich gute Erfahrungen sammeln können. Zunächst bin ich erfreut darüber, dass der neu gewählte Familienrat in menschlicher Hinsicht hervorragend harmoniert – dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Verbandsarbeit – und dass alle sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Hüttenhens sowie denjenigen, die sich ihnen verbunden fühlen, gestärkt wird. Dazu sollen auch in Zukunft die Familientage sowie die Familienhefte beitragen.
Mein besonderer Dank gilt allen, die für dieses Heft einen Beitrag geliefert haben. Ich finde es sehr erfreulich, dass sich viele aus unserer Großfamilie veranlasst gesehen haben, aus ihrer Familie oder ihrer beruflichen Tätigkeit zu berichten.
Diese farbige Vielseitigkeit hat unser Familienheft bereichert. Ich wünsche mir, dass dieses Engagement in Zukunft nicht versiegt. Wir können unsere Arbeit noch weiter anreichern, wenn auch Ihr dazu beitragt. Dies bedeutet konkret, dass wir auf Informationen aus Eurem näheren Umfeld angewiesen sind. Meldet uns Geburten, Eheschließungen und Trauerfälle, damit wir unsere Hefte immer auf dem neuesten Stand halten können. Und vielleicht entdeckt Ihr beim »großen Aufräumen« interessante Dokumente, die wir zur Grundlage weiterer Nachforschungen nutzen können. Meine Bitte deshalb: Meldet Euch, wenn Ihr etwas Interessantes entdeckt habt. Viele Hinweise und Anregungen, die mich von dritter Seite erreicht haben, bestärken mich in der Überzeugung, dass Familienforschung und Archivarbeit nicht tot sind. So erfuhr ich von einer Familienforscherin aus dem Taunus, dass es einen Geschützgießer Johann Hüttenhen gab, der in der Aßlarer Hütte Kanonen für den Dreißigjährigen Krieg gegossen hatte. Seine Kenntnisse und Geschicklichkeiten gingen weit über Aßlar hinaus, so dass er in einer umfangreichen Monographie der Buderusschen Eisenwerke aus Wetzlar aus dem Jahre 1938 als »Krupp vor 300 Jahren« gefeiert wurde. Eine Übersicht über den gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse könnt Ihr diesem Heft entnehmen. Inzwischen hat sich auch ein Rechtsanwalt aus Siegen gemeldet, der sich für Justizgebäude in Netphen interessiert. Hier hat sich ein reger Gedankenaustausch entwickelt, bei dem wir interessante Informationen erhalten können, die auch die Vorfahren unserer Netphener Linie betreffen und somit zu einem besseren Verständnis über das Leben und Wirken unserer Ahnen beitragen werden. Auch habe ich Kontakt mit einem Betriebswirt aus dem Sauerland aufgenommen, der eine Dissertation über »regionale Industrialisierung der Preußischen Provinz Westfalen« fertigt, wobei er sich auch mit den Infrastrukturmaßnahmen der Netphener Familien Hüttenhain befasst. Ihr seht, dass es ein reges Interesse an Familienforschung gibt, und die Hüttenhens sind daran beteiligt. Letztlich noch eine Bitte. Der Druck und Versand dieser Hefte kostet Geld. Heinrich Heine hat einmal gesagt, die Sache geschieht nicht des Geldes wegen, aber es gehört Geld dazu, um sie in Gang zu bringen. Deshalb bedient Euch bitte des beigefügten Überweisungsträgers und lasst uns einen angemessenen Betrag zukommen.
Ich wünsche Euch nunmehr im Namen des Familienrates ein frohes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben und für das neue Jahr alles Gute. Möge das Jahr 2011 Euch das bereit halten, was Ihr Euch von ihm erhofft. Und: bleibt an unserer Seite.

Ich verbleibe mit herzlichen Grüßen

Euer Vetter

Rainer Hüttenhain